Informant? Selber schuld!

Oder auch: Wenn zwei sich streiten ist der Informant der Dumme. Da kann ich allen angehenden Informanten und Überläufern nur raten sich zukünftig bedeckt zu halten.

Die Aussage des Betreibers des Bremer Wikileaks-Mirrors: „Zu der Gefährdung der Informanten kann ich nur sagen, dass nicht Wikileaks sie in Gefahr gebracht hat, sondern sie sich selbst in dem Moment als die zu Informanten wurden.“, kann ich nur in die Rubrik Zynismus oder groben Unfug einsortieren. Solche eine Aussage und Denke ist mehr als kontraproduktiv und wird sicherlich keinen zukünftigen Informanten dazu ermutigen sein Wissen preiszugeben. Als Informant muss ich meinem Gegenüber vertrauen können. Dieses Vertrauen hat Wikileaks ein für alle Mal verloren. Wikileaks ist tot und wer einmal bemerkt hat, dass er ein totes Pferd reitet sollte absteigen.

Die Piraten Bremen sollten es sich gut überlegen solch eine Plattform weiterhin zu unterstützen. Da bin ich mal gespannt… quo vadis Piratenpartei?

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Ohne Fehl und Tadel… wohl kaum

Wie lustig und peinlich zugleich. Nach 20 Jahren untätigem Zuschauen der Stadtverordneten wühlen sie nun in den Redeprotokollen ob sich da nicht ein Fehltritt des ehemaligen Abgeordneten und DVU-Mann Siegfried Tittmann finden lässt. Ansonsten hat man immer noch das Dilemma, dass er demnächst eventuell den Ehrentitel „Stadtältester“ tragen darf. Das sie fündig werden, dass hoffe ich und bin relativ optimistisch. Schöner wäre es allerdings gewesen sie hätten ihn in den letzten Legislaturperioden mit sachlicher Arbeit und Argumentation enttarnt. Man hätte zeigen können, dass von rechten Abgeordneten nichts Konstruktives zu erwarten ist. Ich sage mal: „Chance vertan…“ Der jahrelangen Untätigkeit haben wir es auch zu verdanken, dass es wieder einmal ein Rechter, diesmal von der NPD, in unserem Stadtparlament hockt. Zu erwarten ist von ihm nichts, aber er braucht allerdings auch keinen großartigen Gegenwind zu befürchten.

Ich bedaure außerordentlich die arme Sau, die in den Archiven wühlen und sich den Mist von Herrn Tittmann reinziehen muss. Ich nominiere ihn mal zur armen Sau des Monats… :)

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Wieder NZ

Als Überschrift lese ich „8700 Internet-Klicks auf das Solarkataster“ und sofort stellt sich mir die Frage: „Gibt es noch andere Klicks als die im Internet?“ Als reine Zahl, ohne Angabe welche Statistik damit gemeint ist, ist diese Angabe von 8700 Aufrufen außerdem völlig wertlos.

Na gut. Schwamm drüber. Aber dann muss ich einen Artikel lesen, der an Belanglosigkeit kaum zu übertreffen ist. Da gibt es also eine Internetseite auf der man sich Bremerhaven von oben anschauen kann und einen Überblick bekommt, ob und wie sich eine Solaranlage rechnen würde. Tolle Sache, aber leider ist der Link am Ende des Artikels nicht anklickbar und er könnte auch einfach als Fehler auf der Seite durchgehen. Ansonsten ist das Interesse an Solaranlagen ist wohl irgendwie ungebrochen und es gibt auch irgend so einen Bericht eines Umweltressorts der für irgendjemanden etwas aussagen soll.

Interessant hätte ich persönlich gefunden, wie viele Bürger von ihrem Widerspruchsrecht Gebrauch gemacht haben. Ein solches wird allen Eigentümern nämlich eingeräumt. Dazu muss man aber erst einmal den Link dazu im Impressum des Solarpotentialkatasters finden. Da hätte man aber mal so richtig journalistisch recherchieren müssen. Anscheinend viel zu anstrengend…

Bitte liebe Nordsee-Zeitung verschont mich in Zukunft mit solchen belanglosen Artikeln.

Wer mal schauen möchte: Solarpotentialkataster für Bremerhaven
Ohne lange Suche zum Widerspruchsformular

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Nein – liebe Kommentatoren der Nordsee-Zeitung

Nein – zu nicht begründeten Meinungen. Nein – zu tendenziösen redaktionellen Beiträgen. Nein – zum aufkommenden Hang zur Selbstherrlichkeit. Nein – zur Vernachlässigung der deutschen Rechtschreibung.

Die hiesige Nordsee-Zeitung wird journalistisch immer schlechter. Dies ist keine bloße Behauptung, sondern durch die so genannte Relevanzprüfung, die u. a. die Nennung in anderen Medien misst, auch belegbar.

In letzter Zeit findet sich dies auch in den Kommentaren belegt. Waren wir es bisher gewohnt, dass man Rechtschreib- und Setzfehler in Artikeln noch als liebenswerte Schrulle abtun konnte, dass die Einseitigkeit in der politischen Berichterstattung nur durch eine Einfärbung des gedruckten Papiers noch deutlicher gemacht hätte werden können, dass fachlich bestenfalls angelernte Schreiber angeworben wurden, so nehmen sich die Kommentatoren zunehmend Standpunkte heraus, die gleichfalls nicht unkommentiert bleiben dürfen.

Heute, z. B. hat ein Herr Döscher die demokratische Willensbildung der Bürger einer Gemeinde (http://www.nordsee-zeitung.de/Home/Region/Cuxland/Nordholz-sagt-Nein-zur-Fusion-_arid,585261_puid,1_pageid,17.html) mal so mir nichts dir nichts als nicht weiter beachtenswert bezeichnet und den gewählten Vertretern eben dieser Bürger geraten, sich nicht weiter um dieses Votum zu scheren.

Sag mal, spinnst du, Döscher? Kommst du überhaupt noch klar? Was, zum Teufel, hast du dir dabei gedacht?

Die Zeiten in den sich vermeintliche Journalisten in Hetzblättern um die eine wahre Meinung – gerade, wenn es nicht die der Mehrheit der Bevölkerung war – verkündeten, hatten wir doch (mit Ausnahme der Bild) hinter uns gelassen.

Eine Entschuldigung an den Souverän wäre angesagt, Döscher. Demut in der zukünftigen Arbeit gegenüber den Bürgern und Käufern der Zeitung angebracht. Wir beobachten dich und deine Kommentare, Döscher. Aber das ist nur eine Meinung.

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Fraktionen und so

Wenn sich also Mandatsträger zusammenfinden und zukünftig gemeinsam versuchen wollen die Politik in der Stadt zu verändern ist das also, nach Aussage von Herrn Bödeker, ein „klares Hintergehen des Wählerwillens“.

Wenn der Abgeordnete der Partei die ich gewählt habe sich nun dazu entschließt eine Zusammenarbeit mit anderen Abgeordneten, die inhaltlich gar nicht so weit entfernt sind, einzugehen kann ich das erst einmal nicht verteufeln. Je mehr für die Erreichung von gemeinsamen Positionen zusammenarbeiten desto besser, oder nicht? Die Mandatsträger versuchen nach besten Wissen und Gewissen ihr Mandat auszufüllen und ihre Ziele umzusetzen. Dies war doch auch die Absicht des Wählers als er eine Partei oder eine einzelne Person seine Stimme gab. Der Opposition dafür aber nun Betrug und Geldgier vorzuwerfen ist ein starkes Stück. Niemand kann und darf sich an den Fraktionsgeldern bereichern. Das Geld hilft einer Fraktion bei ihrer, hoffentlich, konstruktiven und kreativen Zusammenarbeit.

Wie auch immer, die nächsten Monate werden zeigen in wie fern diese Gelder genutzt werden um die Politik in unserer schönen Stadt mitzubestimmen. Mir scheint da eher ein wenig Angst in der Stimme von Herrn Bödeker mitzuschwingen. Die kleinen Parteien erscheinen auf einmal gar nicht mehr so unbedeutend. Das kann einem schon einen gehörigen Schrecken einjagen.

Nur so am Rande: Liebe NZ, ihr solltet euch angewöhnen alle Seiten zu Wort kommen zu lassen. Momentan erscheint mir das ein wenig einseitig…

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